Devisenhandel
Als Devisenhandel wird der An- und Verkauf von ausländischem gegen inländisches Buchgeld oder gegen andere Devisen bezeichnet, z.B. Bankguthaben, Wechsel oder Schecks; nicht: Banknoten oder Münzen (Sorten). Am Devisenmarkt (Devisenbörse) kommen Angebot und Nachfrage nach einer Währung zusammen und es werden Wechselkurse festgestellt, zu denen der Handel stattfindet. Man unterscheidet zwischen Devisenkassahandel, bei dem die Tauschgeschäfte umgehend erfüllt werden, und dem Devisenterminhandel, bei dem beim Geschäftsabschluss zwar ein Wechselkurs festgelegt wird, die Abwicklung des Geschäfts jedoch in der Zukunft erfolgt.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ermittelt regelmäßig die Umsätze an den weltweiten Devisenmärkten (Kassa- und Terminmarkt). Im April 2004 lag der globale Devisenmarktumsatz pro Tag bei rund 1.880 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 1992 waren es - bereinigt um Wechselkursveränderungen - noch 840 Milliarden US-Dollar. Hochgerechnet auf ein Jahr (mit 250 Handelstagen) ergibt das einen Umsatz von 470.000 Milliarden US-Dollar. Im Verhältnis zum Wert der jährlichen weltweiten Exporte von Waren und Dienstleistungen von über 11.000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004 erscheint der globale Devisenmarktumsatz sehr hoch.
Die Währungszusammensetzung wird aus der Grafik deutlich. Der US-Dollar dominiert deutlich mit einem Anteil an allen Währungsgeschäften von gut 44 Prozent. Der Euro kommt auf einen Anteil von knapp 19 Prozent.
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf zeitweise auftretende Währungskrisen wird zuweilen kritisiert, der große Umfang des weltweiten Devisenhandels sei vor allem durch eine destabilisierende Spekulation gekennzeichnet. Viele Devisenmarkttransaktionen haben jedoch im Gegenteil mit Risikoabsicherung zu tun. So werden etwa viele Exportgeschäfte oder auch Wertpapieranlagen über die Devisenterminmärkte gegen Währungsschwankungen gesichert. Zudem verschieben die Banken auch auf internationaler Ebene größere Finanzpositionen (z. B. risikoreiche Kredite oder Währungsgeschäfte) zu anderen Geschäftspartnern, weil sie besser in deren Risikokalkül passen. Daneben sind beispielsweise bei einem Tausch zweier nicht direkt miteinander gehandelter Währungen - beispielsweise dem mexikanischen Peso und der tschechischen Krone - mehrere Transaktionen nötig, um etwa über Dollar und Euro schließlich vom der einen Währung zur anderen zu kommen. In der Konsequenz folgen jedem grenzüberschreitenden Handelsgeschäft zwischen Unternehmen nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds sechs bis zehn Geschäfte zwischen Banken. (Ma)
Weiterführende Informationen:
Devisenhandel - simplified, von Dennis Metz
Kurzbeschreibung: Dennis Metz vermittelt in diesem Buch einfach und anschaulich die Grundlagen des Devisenhandels. Von Money-Management bis zur Risikoanalyse beschreibt er die vielfältigen Angebote und verschafft dem Leser somit einen Überblick, um mit den klassischen Instrumenten erfolgreich am Devisenmarkt zu handeln.
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Faszination Devisen. Alles, was sie über den Handel mit Währungen wissen müssen, von Detlef Rettinger, Markus Müller, Axel Müller
Kurzbeschreibung: Der Devisenmarkt ist zweifelsohne einer der liquidesten Märkte der Welt - gerade das macht ihn so spannend. So ist der Devisenmarkt ist in den letzten Jahren immer stärker in den Blickpunkt der Anleger und Trader gerückt. Doch der Markt ist nicht leicht zu durchschauen: "Faszination Devisen" ist das erste Buch mit dem man an den Kursschwankungen und Trends der Währungen Geld verdienen kann - und zwar auch als Privatanleger!
Die Zusammenhänge am Devisenmarkt werden anschaulich erläutert und mit vielen Beispielen aus der Praxis versehen.
Alle für den Einsteiger relevanten Fragen werden abgedeckt. In "Faszination Devisen" wird dem interessierten Leser das Handwerkzeug an die Hand gegeben, um die wichtigsten Devisen wie US-Dollar, Euro, Yen, Pfund und Franken, aber auch exotische Währungen wie den Südafrikanischen Rand oder die Währungen Asiens und Südamerikas gewinnbringend handeln zu können.
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Devisenhandel. Profitieren von Dollar, Euro und Co., von Dennis Metz
Kurzbeschreibung: Der Devisenhandel ist seit Beginn des Börsenhandels eine feste Größe in der Welt der Profis. Keine Bank und kein Land kann seine Geschäfte ohne den Handel mit Währungen führen. Erst seit kurzem stehen nun die Möglichkeiten dieser Handelsart auch dem privaten Investor zur Verfügung.
Im ersten deutschsprachigen Werk zu diesem Thema steht der Autor Rede und Antwort und zeigt Schritt für Schritt auf, wie man vom Handel mit Währungen profitieren kann. Der Aufstieg des legendären George Soros zeigt deutlich, dass die Profitmargen im Devisenhandel enorm sein können.
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