Angebotspolitik

Die Angebotspolitik, häufig auch als Monetarismus bezeichnet, ist neben dem so genannten Keynesianismus eine von zwei maßgeblichen Theorien der Wirtschaftswissenschaften darüber, ob bzw. welche Maßnahmen ein Staat zur Steuerung der Konjunktur ergreifen soll.

Sie geht auf die von Wirtschaftswissenschaftlern in den 1930er-Jahren entwickelte und in den 1970er-Jahren neu aufgegriffene Supply-Side-Theory (Angebotstheorie) zurück und basiert im wesentlichen auf der Annahme, dass Unternehmen (Anbieter) auf der Grundlage ihrer Gewinn- bzw. Renditeerwartungen über Investitionen und damit auch über die Schaffung von Arbeitsplätzen entscheiden.

Das heißt, der Staat betreibt keine aktive Wirtschaftspolitik, sondern beschränkt sich auf Steuererleichterungen, den Abbau gesetzlicher Hemmnisse sowie eine weitgehende Privatisierung öffentlicher Unternehmen.

Im Kern geht die Angebotstheorie auf das "Saysche Gesetz" zurück, benannt nach Jean-Baptiste Say (1767-1832). Es beruht auf der Annahme, dass das Angebot selbst für optimale Bedingungen sorgt, um Nachfrage zu schaffen.

 

Weiterführende Informationen:

Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik - Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und politischer Wirklichkeit,  von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.)

Kurzbeschreibung: Im ersten Gutachten des Sachverständigenrates unter Mitwirkung von Gerhard Fels, im Jahresgutachten 1976, hat das Gremium sein Konzept einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik vorgestellt. Das angebotsorientierte wirtschaftspolitische Paradigma hat die Diskussion in den folgenden fast 30 Jahren geprägt. Vorliegend die Dokumentation des wissenschaftlichen Symposiums anlässlich der Verabschiedung von Professor Dr. Gerhard Fels als Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln am 22. Juni 2004.

Zu beziehen unter anderem hier.

 

Volkswirtschaftslehre, Bd.1 : Einführung und Grundlagen (Gebundene Ausgabe),  von Rainer Fischbach und Klaus Wollenberg.

Kurzbeschreibung: Einführung in die Grundlagen und elementaren Denkweisen der modernen Volkswirtschaftslehre. Immer breiteren Bevölkerungskreisen wird bewusst, wie sehr unser Leben von wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen geprägt wird. Die Volkswirtschaftslehre nimmt deswegen heute innerhalb der Wirtschaftswissenschaften eine zentrale Stellung ein. Dies gilt nicht nur für die Ausbildung im Hochschulbereich, sondern auch in vielen Formen der heutigen wirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung.
Das Lehrbuch umfasst den Grundlagenstoff, den sich ein Student neben anderen speziellen Gebieten bis zur Vor- bzw. Zwischenprüfung im Rahmen des Grundstudiums aneignen sollte. Nach einer Einführung, in der die wichtigsten ökonomischen Grundbegriffe und Denkweisen erörtert werden, folgt die Darlegung der Wirtschaftssysteme, d. h. die Analyse der Markt- und Planwirtschaft. Das anschließende volkswirtschaftliche Rechnungswesen untersucht die Kreislaufanalyse, die Sozialproduktberechnung und die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Einen breiten Raum nimmt die Mikroökonomik ein. In ihr wird die übliche Nachfrage- und Angebotstheorie sowie die Markt- und Preistheorie als einem Kernstück der Volkswirtschaftslehre entsprechend ausführlich behandelt. Wie heute üblich und wie es sich auch als didaktisch zweckmäßig erwiesen hat, wird der Stoff durch Beispiele aus dem täglichen Leben, Zahlenbeispiele, Übersichten und graphische Darstellungen reichhaltig aufgelockert und so dem Leser leichter zugänglich gemacht.

Das Buch ist unter anderem hier zu beziehen.

 

Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie

Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Investitionen, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.