Arbeitskosten

Grafik: Arbeitskosten international Die Arbeitskosten je Stunde, die ein Unternehmen zu zahlen hat, setzen sich aus dem direkten Stundenlohn - dem Lohn für tatsächlich geleistete Arbeit - und den anteilig verrechneten Personalzusatzkosten zusammen.

Die Arbeitskosten je Stunde gelten als besonders wichtiger Indikator der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Die Arbeitskosten haben nicht in allen Unternehmen einen dominierenden Anteil an den gesamten Produktionskosten. Das liegt jedoch meist daran, dass ein großer Teil der Gesamtkosten auf zugekaufte Vorleistungen entfällt. (In diesen Vorleistungen der Zulieferer stecken allerdings ebenfalls Arbeitskosten.) Betrachtet man daher nur die von einem Unternehmen selbst erbrachte Wertschöpfung, zeigt sich, dass die Arbeitskosten den Löwenanteil ausmachen.

Im Jahr 2004 betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten für eine Arbeiterstunde in der westdeutschen Industrie 27,60 Euro und in der ostdeutschen Industrie 17,15 Euro. Westdeutschland hatte damit hinter Dänemark die höchsten Arbeitskosten im internationalen Vergleich. Ein Gegengewicht zu den Arbeitskosten bildet das Produktionsergebnis je Arbeiter bzw. je Arbeitsstunde (Produktivität). (Sch)

 

Weiterführende Informationen:

Die Arbeitskosten der deutschen Wirtschaft,  von Christoph Schröder

Auf das, was jeder Arbeitnehmer auf seinem monatlichen Gehaltszettel brutto vorfindet, legt der Arbeitgeber noch einmal rund 30 Prozent drauf – für Sozialversicherungsbeiträge, die betriebliche Altersvorsorge und sonstige Posten. Allein ein gutes Viertel der Arbeitskosten wird durch gesetzliche Vorgaben festgezurrt.
Das Statistische Bundesamt hat seine Arbeitskostenstatistik umgestellt. Es weist neuerdings unter dem Begriff Lohnnebenkosten all jene Zahlungen der Unternehmen aus, die nicht zum eigentlichen Bruttojahresverdienst zählen – also dem, was beim Arbeitnehmer letztlich auf der Gehaltsabrechnung steht.

Mehr dazu im IW-Trends 2/2007

 

Kosten, die keiner kennt. Das soziale Netz der Betriebe

Kurzbeschreibung: Den Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn kennt jeder. Die außerdem anfallenden Personalzusatzkosten, die den Faktor Arbeit für die Unternehmen erheblich verteuern, sind hingegen weitgehend unbekannt: Sie lassen sich nicht alle der Lohn- oder Gehaltsmitteilung entnehmen. Die Broschüre klärt auf. Mit Leistungsschecks, Grafiken und Erläuterungen führt sie durch die lange Liste der Leistungen, die zusätzlich zum Direktentgelt gezahlt werden.

Die Broschüre finden Sie unter anderem hier.

 

Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie

Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Arbeitskosten, Bruttoinlandsprodukt, Investitionen, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.