Brain Drain
"Brain Drain" ist englisch und heißt auf deutsch "Abfluss von Intelligenz bzw. Verstand". Damit wird eine Entwicklung beschrieben, bei der ein Land Spitzen- und Führungskräfte aus Forschung und Wirtschaft an andere Länder verliert, weil sie dort bessere Bedingungen für ihre Arbeit vorfinden.
Die hochqualifizierten Migranten profitieren in aller Regel persönlich davon, wenn sie ihre Arbeit in einem anderen Land fortsetzen. Ihr Heimatland verliert nicht nur einen klugen Kopf, sondern vor allem wichtiges Potenzial für seine Wirtschaft und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Weiterfürende Informationen:
Hintergrundartikel
Brain Drain statt Brain Gain - wie gewinnen und halten wir das beste Wissen - ist die entscheidende Zukunftsfrage für unser Land. Eine Bestandsaufnahme. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Dies gilt leider nicht für die Wissenschaften; dort sind wir zu einem Auswanderungsland geworden. Viele hoch qualifizierte deutsche Arbeitskräfte und Wissenschaftler kehren ihrer Heimat den Rücken, um vor allem in den USA, Großbritannien und der Schweiz zu arbeiten und zu forschen. Gleichzeitig ziehen vergleichbar qualifizierte ausländische Arbeitskräfte in zu geringem Maße nach Deutschland. Um die Abwanderung der besten Köpfe (Brain Drain) zu verringern und ihren Zuzug zu stärken (Brain Gain), muss der Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland deutlich attraktiver werden.
Doch damit allein ist es nicht getan. Die Rahmenbedingungen in Deutschland müssen sich insgesamt verbessern. Dies gilt für den Arbeitsmarkt, das Steuersystem, die föderalen Strukturen, unsere Verwaltungsabläufe und für viele andere Bereiche. Das Land muss sich umfassend reformieren, um ein Lebens- und Arbeitsumfeld zu schaffen, das die besten Köpfe und ihre Angehörigen im Land hält oder in das Land zieht.