Demografischer Wandel
Unter demografischem Wandel versteht man alle Veränderungen in der Struktur der Bevölkerung eines Landes, die grundlegender Natur sind, d.h. über einen längeren Zeitraum hinweg ihre Zusammensetzung nachhaltig und nicht nur vorübergehend ändern. Dazu zählen beispielsweise sinkende Geburtenraten oder auch die Steigerung der Lebensdauer in den meisten Industrieländern.
Für Deutschland sagen Experten einen Bevölkerungsrückgang bei einer gleichzeitig sinkenden Zahl jüngerer Erwerbsfähiger aus. Diese Veränderungen wirken sich vor allem auf die Arbeitswelt und die sozialen Sicherungssysteme aus, die an diese veränderten Entwicklungen angepasst werden müssen. Die aktuellen Reformen der Bundesregierung leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.
Auch für Unternehmen bedeutet der demografische Wandel Veränderungen: Bei der Suche nach betrieblichem Nachwuchs kann es zu Engpässen kommen bei gleichzeitiger Erhöhung des Durchschnittsalters der Belegschaft.
Weiterführende Informationen:
Personalpolitik - Viel zu tun bis 2050
In ganz Europa altert die Bevölkerung. Damit werden die Unternehmen in Zukunft zwangsläufig mehr angegraute Mitarbeiter in ihren Reihen haben. Für die Personalpolitik der Betriebe ist das schon heute eine Herausforderung: Es gilt, Leistung und Wissensstand hoch zu halten, auch wenn weniger frische Kräfte mit anpacken. Noch sind viele Firmen aber nicht demografiefest genug, wie eine Unternehmensbefragung des Adecco Instituts in acht europäischen Ländern ergab.
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Herausforderung demografischer Wandel, von Bernhard Frevel
Kurzbeschreibung: Ist die Demografie unser Schicksal? Ein Überblick
Die Bevölkerung in Deutschland altert, schrumpft und wird heterogener. Seit Jahren steigt die Lebenserwartung der Menschen und stagniert die Geburtenquote. Die Wirkungen dieses demografischen Wandels sind tief greifend. So werden die sozialen Sicherungssysteme in der bisherigen Form kaum Bestand haben. Doch nicht nur in diesen Bereichen zeigen sich die Auswirkungen von "Überalterung" der Gesellschaft. Auch die Lebenslagen und Lebensstile der Menschen werden sich verändern. Die Städte und Gemeinden werden die Infrastrukturen anpassen müssen. In diesem Band werden die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur und die damit verbundenen Gestaltungsnotwendigkeiten für das Leben in der nahen Zukunft diskutiert. Die Aufsätze geben Hinweise und Denkanreize für aktuell notwendige Planungen und Entscheidungen.
Zu beziehen unter anderem hier.
Demographischer Faktor (Wissen 3000) (Taschenbuch), von Juliane Roloff
Kurzbeschreibung: Das gabs noch nie: Heute leben in Deutschland mehr 60jährige als unter 20jährige. In allen Industriegesellschaften ist ein historisch einmaliger Trend zu verzeichnen: Ein Bevölkerungsrückgang ohne Krieg. Der Grund: Unsere Lebenserwartung steigt, die Zahl der Geburten sinkt. Bereits heute weiß man: In 40 Jahren wird es hierzulande 15 Millionen weniger Menschen geben. Was wir hingegen nicht wissen, sind die Folgen. Zuvorderst die Renten: Wer wird die Beiträge einzahlen? Das Gesundheitswesen: Was kostet Behandlung und Pflege des hohen Anteils alter Menschen? Und schließlich die Wirtschaft: Wer konsumiert, wer baut Häuser, kauft Aktien, gründet Firmen? Bevölkerungsexpertin Roloff hat Statistiken ausgewertet und Szenarien entworfen. Bereits jetzt wird deutlich: Jugendkult kann sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten, eine Rente mit 60 schon gar nicht!
Zu beziehen ist das Buch unter anderem hier.

