E-Commerce
Das Internet ermöglicht die uneingeschränkte elektronische Kommunikation zwischen Einzelpersonen, Betrieben und Konzernen in beliebiger Kombination. Deshalb wird auch der Begriff E-Commerce sehr unterschiedlich interpretiert: Privatpersonen verstehen darunter häufig den Einkauf von Waren über Internet-Anbieter, während Unternehmen eine wesentlich umfassendere Darstellung bevorzugen.
E-Commerce kennzeichnet den gesamten Prozess, beginnend beim Einkauf von Produkten und Materialien über interne Verarbeitungsprozesse (Wertschöpfungskette) bis hin zum Vertrieb. Alle Vorgänge von der Produktpräsentation im Internet, der Angebotserstellung und -abgabe, der Produktion und Lieferung bis hin zur Rechnungsstellung, Mahnung und zu verschiedenen Serviceleistungen (z.B. Hotline, Arbeitsanweisungen usw.) sollen elektronisch ablaufen.
E-Commerce umfasst ebenfalls die elektronische Gestaltung von Arbeits- und Organisationsabläufen (E-Mail, elektronische Formulare, Workflow usw.) zwischen Kunden und Lieferanten über elektronische Märkte, Portale oder direkt in die Lieferantenkataloge im Intranet des Großkunden.
Teilaspekte, z.B. Beschaffungsvorgänge, werden als eProcurement bezeichnet, supply chain management kennzeichnet Managementfunktionen zur umfassenden Gestaltung von e-Commerce. Business to Business (B2B) ist E-Commerce unter Firmen, Business to Consumer/Customer (B2C) zwischen Firmen und Einzelpersonen und B2A - Business to Administration.
Zunehmend gewinnen auch Standardisierungstendenzen an Bedeutung, um das "Suchen und Finden" im Internet, den elektronischen Austausch von Produktinformationen, den Aufbau von elektronischen Katalogen und Software für elektronische Märkte zu harmonisieren. Beispiele hierfür sind eCl@ss als Produkt-, Materialien- und Warengruppen-Klassifikation einschließlich der Darstellung ihrer Merkmale, BMEcat für elektronische Katalogstrukturen oder XML für den Datentransfer zwischen unterschiedlichen IT-Systemen. (KP)
Weiterführende Informationen:
Internethandel - Preisbewusste Deutsche, , Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), iwd Mai 2007
Kurzbeschreibung: Der heimische Computer wird immer öfter zum Shoppingcenter. Einkaufen im Internet erfreut sich vor allem im Norden Europas großer Beliebtheit. Franzosen, Spanier und Italiener sind da zögerlicher. Deutsche greifen bei Onlineangeboten zwar recht häufig zu, sind dabei jedoch äußerst preisbewusst.
Das Potenzial des Internets als Vertriebskanal ist enorm: Nach Zählung des Statistik-Dienstleisters „Internet World Stats“ hat sich die weltweite Surfgemeinde seit der Jahrtausendwende auf 1,1 Milliarden Nutzer mehr als verdreifacht. In der EU sind über 250 Millionen Menschen online. Etwa jeder Fünfte davon kommt aus Deutschland. Die Gesellschaft für Konsumforschung beziffert die Zahl der so genannten Onlineshopper hierzulande auf 28,6 Millionen. Mehr als die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren kauft inzwischen bei Ebay, Amazon und Co. Selbst wer einen Bummel in der „wirklichen Welt“ vorzieht, informiert sich vorab im Netz häufig über Preise und Auswahl.Die Vorteile des E-Commerce, also des elektronischen Handels, liegen auf der Hand: Das weltweite Netz kennt weder Ladenschluss noch Warteschlangen. Wer seine Einkäufe im Bademantel erledigt, erntet keine verwunderten Blicke. Besonders Skandinavier und Briten schätzen die Einkaufstour durchs Netz. Mehr als 90 Prozent der Norweger mit Internetzugang erstanden innerhalb von sechs Monaten des Jahres 2006 ein Produkt im Web. Im Schnitt ließen die Norweger stolze 1.406 Euro für ganze sieben Artikel springen.
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Konsumentenverhalten im Internet, von Hans H. Bauer, Marcus M. Neumann, Jürgen Rösger
Kurzbeschreibung: Das Internet hat sich als Transaktions- und Werbemedium fest etabliert. Konsumentenorientierte Unternehmen aller Branchen können es sich heutzutage nicht erlauben, das Internet als Distributionskanal von Informationen, Produkten oder Dienstleistungen zu vernachlässigen. Der Unternehmenspraxis mangelt es jedoch vielfach an einem umfassenden Verständnis des Konsumentenverhaltens im Internet. Dieser Sammelband bündelt erstmalig wissenschaftlich fundiert und praxisrelevant aktuelle Erkenntnisse der konsumentenorientierten Internet-Forschung.
Das Buch wendet sich gleichermaßen an Vertreter der Marketingwissenschaft und der Marketingpraxis wie auch an Studierende. Dem Praktiker vermittelt es ein fundiertes Verständnis des Marketingverhaltens im Medium Internet und zeigt gleichzeitig konsumentenzentrierte Handlungsoptionen im eigenen Tätigkeitsfeld auf. Dem Wissenschaftler bieten die Autoren einen breiten Einblick in den Stand der Internetforschung. Für Studierende eröffnet sich eine Einstiegsmöglichkeit in ein Arbeitsgebiet der Marketingwissenschaft, dessen erhebliche Dynamik die zukünftige Marketingrealität in hohem Maße beeinflussen wird.
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