Energieverbrauch

Grafik: Energieverbrauch Die Grundbedürfnisse des Menschen wie Essen, Kleiden, Wohnen oder Reisen sind immer mit dem Einsatz von Energie verbunden. Durch das rasche Wachstum der Weltbevölkerung wird der weltweite Primärenergieverbrauch nach den jüngsten Vorhersagen ("World Energy Outlook") der Internationalen Energie-Agentur (IEA) von heute 14 Mrd. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) auf 19 Mrd. t SKE steigen. Wichtigster Energieträger bleibt das Erdöl mit etwa 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs der Welt. Wachsen wird vor allem der Anteil des Erdgases.

Die Entwicklungen in vielen Industrieländern unterscheiden sich aber von dem globalen Trend. In den traditionellen Industrienationen sinkt die Bevölkerungszahl, und es werden verstärkt energiesparende Techniken eingesetzt. Das führt zu einer Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch. Das gilt auch für Deutschland: Wurden 1991 noch 292 kg SKE pro 1.000 Euro Bruttoinlandsprodukt gebraucht, so waren es 2001 nur noch 250 kg SKE. Diese Entwicklung wird sich nach den einschlägigen Prognosen auch in den nächsten beiden Jahrzehnten in Deutschland fortsetzen.

Neben dem Niveau wird sich auch die Struktur des Energieträgereinsatzes verändern. Vor allem der Ausstieg aus der Kernenergie wird Spuren hinterlassen. Ihr Beitrag zur Deckung des Primärenergieverbrauchs wird von heute 13 Prozent auf 4 bis 8 Prozent zurückgehen. Dieser Rückgang wird vor allem durch einen verstärkten Einsatz des Erdgases bei der Stromerzeugung aufgefangen werden. Zuwächse wird es auch bei den erneuerbaren Energien Wind- und Sonnenenergie geben. Sie werden aber kaum die Ausfälle bei der Kernenergie ausgleichen können, so dass die Stein- und Braunkohle die wichtigsten Stützen der Stromerzeugung bleiben.

Die Belastung der Volkswirtschaft mit Energiekosten ist weitgehend von den Preisen für Importenergien abhängig. Deutschland ist bei der Energieversorgung zu rund 75 Prozent von Energieimporten abhängig. Entscheidend ist der Ölpreis, an dem sich die Preise auch für die anderen Energieträger orientieren. Die meisten Experten erwarten in der Zukunft Ölpreise, die zwischen 22 und 28 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) schwanken. Im Jahr 2000 lag der Rohölpreis zeitweise sogar bei 38 US-Dollar je Barrel, Ende 2001 wurden weniger als 17 Dollar pro Barrel verlangt. (Vo)

 

Weiterführende Informationen:

Anforderungen an die Energiepolitik,  von Jürgen R. Thumann

„Die deutsche Industrie braucht Energie zu bezahlbaren Preisen“, betonte Jürgen R. Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der Jahrestagung Kerntechnik am 22. Mai 2007 im Kongresszentrum Stadthalle Karlsruhe. „Ein Ausstieg aus der Kernenergie würde die Strompreise weiter spürbar steigen lassen. Die weitere Nutzung der Kernenergie gewährleistet die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Und nur eine wettbewerbsfähige Industrie sichert Deutschlands Wohlstand.“
Der BDI meldet sich zu Fragen der Kernenergie immer wieder mit klaren Aussagen zu Wort. Das hat Tradition: Der BDI-Arbeitskreis Kernenergie ist das älteste Gremium der Wirtschaft, das sich seit seiner Gründung im Jahre 1955 für die friedliche Nutzung der Kernenergie in Deutschland engagiert. „Die Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken“ ist ein zentrales energiepolitisches Anliegen, an dem sich in Deutschland die Geister scheiden. Und an dem sich die Politik der großen Koalition gern vorbeimogelt. Der BDI wirbt für einen vernünftigen Umgang mit diesem Energieträger.
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Umwelteffizienz - Sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), iw-Umweltservice Februar 2007

Der effiziente Einsatz von Ressourcen wird immer wichtiger. Hier können Umweltschutz und Kosteneinsparungen Hand in Hand gehen. Effizienzsteigerungen sind schon seit Jahren eine Daueraufgabe für die Wirtschaft. Der neue IW-Umwelt-Effizienz-Indikator zeigt, dass Deutschland mit einem 7. Platz international gut dasteht.
Die Reduktion der Umweltbeanspruchung im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozesses ist ein wesentlicher Faktor für die Vereinbarkeit von ökonomischen und ökologischen Zielen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass vorhandene Effizienzreserven immer stärker genutzt wurden und heute ein sehr viel geringerer Umweltverbrauch notwendig ist, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erzeugen, als noch Anfang der neunziger Jahre. Dies gilt für Größen wie den Flächen- und Energieverbrauch, den Rohstoffdurchsatz und den Wasserverbrauch.
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