Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
Am 1. Januar 1999 ist die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) in Kraft getreten. In den elf Teilnehmerländern wurden die nationalen Währungen durch den Euro ersetzt. Das heißt: Die Wechselkurse zwischen den nationalen Währungen und dem Euro wurden endgültig fixiert (1 Euro = 1,95583 DM).
Vorangegangen war im Mai 1998 die Konvergenzprüfung durch den Europäischen Rat. Dänemark und das Vereinigte Königreich machten von ihren vertraglich vereinbarten Ausnahmeregelungen Gebrauch. Schweden erfüllte (formal) nicht alle Teilnahmevoraussetzungen. Nur Griechenland war insgesamt zu weit von den Konvergenzkriterien entfernt. Das Land ist am 1.Januar 2001 als zwölftes Mitgliedsland beigetreten. 13. Mitgliedsland ist seit dem 1. Januar 2007 Slowenien.
Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main ist für die Geldpolitik in der EWWU verantwortlich. Am 1.1.2002 kamen die Euro-Scheine sowie die Euro- und Cent-Münzen in Umlauf. In Deutschland wurde der Euro ab Beginn des Jahres 2002 alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Allerdings konnte DM-Bargeld während einer Übergangsfrist bis zum 28. Februar 2002 bei Handel, Banken und an Automaten weiterverwendet werden. Seitdem nehmen nur noch die Deutsche Bundesbank und ihre Zweigstellen unbefristet DM-Bargeld zurück.
Die EWWU umfasst neben der Übertragung der währungspolitischen Souveränität der Mitgliedstaaten an die EU auch eine Koordinierung der nationalen Wirtschaftspolitiken sowie den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die Mitgliedstaaten haben sich in diesem Pakt verpflichtet, mittelfristig ihren öffentlichen Haushalt auszugleichen oder einen Überschuss zu erwirtschaften, um so für dauerhaft stabile öffentliche Finanzen zu sorgen. (Bu)
Weiterführende Informationen:
Herausforderung Euro (Gebundene Ausgabe) von Hans Tietmeyer
Der frühere Bundesbankpräsident und Staatssekretär Professor Dr. Hans Tietmeyer - heute Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) - hat den europäischen Integrationsprozess über mehr als vierzig Jahre intensiv begleitet. Er hat an nahezu allen wichtigen Weichenstellungen auf dem Weg zur Währungsunion mitgewirkt und stand in dieser Zeit mit allen zentralen Akteuren in teilweise engem Kontakt.
Sein Buch "Herausforderung Euro" liefert einen detaillierten Einblick in die jahrzehntelange Entwicklung zur Währungsunion und in manche Machtkämpfe und Auseinandersetzungen im Hintergrund. Es ist zugleich hochaktuell, denn der ehemalige Bundesbankpräsident kann wie kaum ein anderer beurteilen, warum die Weichen auf dem Weg zur Währungsunion in bestimmte Richtungen gestellt wurden, was daraus für die aktuelle Wirtschafts- und Finanzpolitik folgt und welche Herausforderungen der Euro heute an die Politik stellt.
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Carl Hanser Verlag
340 Seiten, gebunden
ISBN 3-446-40030-3
24,90 €
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Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.
Die Beitrittsfähigkeit der mittel- und osteuropäischen EU-Mitglieder zur Europäischen Währungsunion, von Winfried Fuest, Jürgen Matthes in: IW-Trends 1/2005
Kurzbeschreibung: Seit bald einem Jahr hat die Europäische Union acht neue Mitglieder in Osteuropa. Die gemeinsame Währung haben die Neuen aber noch nicht übernommen. Denn vor den Einzug in die Währungsunion sind einige Hürden gesetzt. Wie die Aspiranten für den Euro gerüstet sind, hat das IW in einer Studie untersucht.
Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.
Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie
Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Euro, Europäischer Stabilitätspakt, Inflation, Investitionen, Preise, Produktivität, Subventionen.
Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.

