Fazilität
Fazilität ist ein Begriff aus der Bankenwelt. Unter "Fazilität" bzw. "ständiger Fazilität" (standing facility) versteht die Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank (EZB), den Geldmarkt durch Senkung oder Erhöhung der so genannten Leitzinsen zu steuern.
Neben der "Einlagefazilität" (ehemals Diskontsatz) verfügt die EZB als zweites direktes Steuerungsinstrument über die so genannte "Spitzenrefinanzierungsfazilität" (ehemalsLombardsatz). Damit legt die EZB den Zinssatz für Kredite an Geschäftsbanken (Refinanzierungsgelder) fest.
Weiterführende Informationen:
"Handbuch Europäische Zentralbank" von Karsten Junius, Ulrich Kater, Carsten-Patrick Meier, Henrik Müller
Kurzbeschreibung: Die Europäische Zentralbank (EZB) ist auch Jahre nach dem Beginn der Währungsunion immer noch eine vielen unbekannte Institution. Prozesse, Gepflogenheiten und Gesichter sind noch nicht vertraut, die Datenlage ist unübersichtlich, die geldpolitische Strategie ungewöhnlich. Selbst in der Fachöffentlichkeit wird die EZB bislang kaum verstanden. Entsprechend dürftig waren in den vergangenen Jahren die Prognosen der professionellen Zentralbankbeobachter. Und entsprechend vernichtend fielen die Urteile über die EZB aus.
Das Handbuch Europäische Zentralbank versucht, Klarheit in die EZB-Beobachtung zu bringen. Als erste Publikation überhaupt bietet es eine komplette Darstellung des Euro-Währungsgebiets. Für die Arbeit des professionellen EZB-Beobachters liefert es einen umfassenden Werkzeugkasten, der sowohl eine Beurteilung der Geldpolitik als auch eine Prognose ermöglicht. Es analysiert Bestimmungsgründe und Prognosechancen für den Wechselkurs und wirft einen Blick auf bevorstehende institutionelle Reformen und Herausforderungen.
Das Buch eignet sich zum systematischen Einarbeiten in die Materie der Zentralbankpolitik in Euroland. Es ist didaktisch aufgebaut und kann wie ein Lehrbuch von vorn nach hinten gelesen werden. Daneben eignet es sich als Nachschlagewerk. Eine klare Unterteilung in kurze Einheiten ermöglicht eine rasche Orientierung und ermöglicht es dem Leser so, sich einen gezielten Überblick zu bestimmten Fragestellungen zu verschaffen. Zahlreiche Übersichten, ein ausführliches Stichwortverzeichnis und Hinweise auf Datenquellen unterstützen diese Funktion.
Der praktische Nutzwert des Buches stand für die Autoren im Vordergrund. Das Buch enthält zahlreiche Fallbeispiele sowie eine Beschreibung der relevanten Verfahren und Datenreihen. Und das alles in einer Aufbereitung, die zum Nachschlagen anregt. * Die Autoren scheuen nicht vor Wertungen zurück. Sie haben sich bemüht, ihre Erfahrungen aus Sicht des professionellen EZB-Beobachters einfließen zu lassen. Das Buch will den Leser dazu anzuregen, sich selbst Urteile zur geldpolitischen Diskussion im Euroraum zu bilden. Die Autoren bemühen sich um eine nicht-technische Sprache.
Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.

