FuE-Ausgaben
Forschung und Entwicklung (FuE) sind für moderne Volkswirtschaften und für technologieorientierte Unternehmen unverzichtbar. Man unterscheidet die Bereiche Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Grundlagenforschung, angewandte Forschung sowie experimentelle Forschung. Als ganzes wird FuE als ein schöpferischer und kontinuierlicher Prozess aufgefasst, der ein nennenswertes Element der Weiterentwicklung enthalten muss.
Der Wettbewerb um die Gunst der Käufer verlagert sich zunehmend vom Preis- auf den Qualitäts- und Innovationswettbewerb. So erreichen inzwischen die gesamtwirtschaftlichen FuE-Ausgaben der führenden Industrieländer Größenordnungen von bis zu 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Kleinere Länder wie Schweden oder Finnland haben die 3-Prozent-Marke inzwischen weit überschritten.
Insgesamt wurden im Jahr 2005 in Deutschland gut 55 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben; das waren etwa 2,46 Prozent des Bruttonationaleinkommens (1995: 2,19Prozent). Die gesamten Ausgaben des Wirtschaftssektors (einschl. z. B. Aufträge an externe Einrichtungen) lagen 2006 schätzungsweise bei 48,8 Milliarden Euro (2001: 43,8 Mrd.Euro). Im Rahmen der Arbeitsteilung auch auf dem Gebiet von FuE steigt der Anteil der externen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft. Er beträgt inzwischen 18 Prozent der Gesamtaufwendungen (2005). Im Verarbeitenden Gewerbe machten die FuE-Gesamtaufwendungen 2006 nach Plandaten rund 44,1 Mrd. Euro aus; das waren rund 10 Prozent mehr als 2003. (Me)
Weiterführende Informationen:
EU-Förderprogramme - Nicht kleckern, sondern klotzen, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), iwd Mai 2007
Um den Wirtschaftsstandort Europa noch fitter für die Zukunft zu machen, hat die Europäische Union in ihrem neuen Forschungs-Rahmenprogramm die Fördermittel kräftig aufgestockt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen auf der Suche nach neuen Produkten und Verfahren mit ins Boot genommen werden.
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Technikstandort D - Licht und Schatten, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), iwd April 2007
Die Bevölkerung betrachtet den Technikstandort Deutschland durch die rosarote Brille: Er wird im internationalen Vergleich zu den drei besten FuE-Ländern gezählt. Das Bild sieht jedoch etwas anders aus, wenn es um harte Fakten geht. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kam in einer Untersuchung für das Roman Herzog Institut zu einem wenig schmeichelhaften Ergebnis: Platz elf von 16 für den FuE-Standort D.
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