Investitionen

Grafik: Entwicklung der Anlageinvestitionen Als Investition bezeichnet man die langfristige Anlage von Finanzmitteln in Vermögensobjekten, die zukünftig Erträge bringen sollen. Je nach Anlageobjekt unterscheidet man zwischen Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen (z.B. Erwerb von Wertpapieren) und Bildungsinvestitionen.

Sachinvestitionen haben eine besondere Bedeutung. Sie bestimmen über die zukünftige Leistungs- und Wettbewerbskraft und damit über das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft. Wie rasch eine Wirtschaft wachsen kann, hängt in hohem Maße vom Kapitalstock ab, also dem für die Produktion einsetzbaren Sachvermögen (Maschinen, Werkhallen, Infrastruktur).

Die Investitionen bestimmen wiederum die Größe und die Qualität des Kapitalstocks. Werden durch Investitionen nur alte Anlagen ersetzt (Ersatzinvestitionen), vergrößert sich der Kapitalstock nicht. Er wird jedoch leistungsfähiger, wenn die neuen Maschinen auf dem aktuellen technologischen Stand sind. Erweiterungsinvestitionen vergrößern den Kapitalstock und schaffen Arbeitsplätze. Werden noch funktionstüchtige Anlagen gegen moderne ausgetauscht, spricht man von Rationalisierungsinvestitionen. Sie erhöhen die Produktivität und senken die Kosten. Investitionen können auch auf gesetzliche Auflagen (Umweltschutzgesetze) zurückgeführt werden.

Die Investitionen weisen wie das Bruttoinlandsprodukt (Sozialprodukt) vergleichsweise heftige Schwankungen auf. Investitionen hängen zum einen von der Gewinnsituation der Unternehmen im Konjunkturzyklus und vom Wirtschaftswachstum ab. Andererseits bestimmen sie über ihre Kapitalstockwirkung wiederum das Wirtschaftswachstum. (Gg)



Weiterführende Informationen:

Hans Tietmeyer im Interview mit dem Manager-Magazin:

"Was wir brauchen sind Investitionen, die auch Arbeitsplätze schaffen", sagte Hans Tietmeyer, Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in einem Interview des Manager Magazins. Weder der Export, noch der Konsum allein reichen nach den Worten des früheren Bundesbankpräsidenten aus, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erreichen.

Lesen Sie das ganze Interview auf Hans Tietmeyers persönlicher Website.


 
Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie

Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Investitionen, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.