Keynesianismus

Der Keynesianismus ist neben der Angebotspolitik, der so genannten klassischen bzw. liberalen Wirtschaftslehre, die zweite maßgebliche Theorie der Wirtschaftswissenschaften. Namensgeber und geistiger Vater war der britische Nationalökonom John Maynard Keynes.

Im Gegensatz zu liberalen Theorien tritt der Keynesianismus dafür ein, dass der Staat den Wirtschaftslauf beeinflusst, um konjunkturelle Schwankungen zu glätten und für Vollbeschäftigung zu sorgen. Hintergrund ist die Annahme der Anhänger des Keynesianismus, dass Märkte sich nicht selbst regulieren.

Der Staat soll deshalb über seine Funktion als reine Ordnungsmacht hinaus eine aktive, antizyklische Wirtschaftspolitik betreiben, d.h. in konjunkturell schwachen Phasen die eigenen Ausgaben erhöhen, gegebenenfalls auch durch eine höhere Verschuldung, in wirtschaftlichen Boomphasen hingegen soll der Staat seine Ausgaben senken.

 

Weiterführende Informationen:

Klassiker der Ökonomie, Buch der Bundeszentrale für Politische Bildung, Hrsg. Michael Hüther, Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Kuratoriumsmitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Auf 302 Seiten bietet das soeben erschienene Buch "Klassiker der Ökonomie" einen Abriss der wichtigsten Wirtschaftstheoretiker. Von Karl Marx und Friedrich Engels, die 1848 das kommunistische Manifest veröffentlicht haben, bis Ludwig Erhard, der im Unterschied zu Marx und Engels auch in der real-existierenden Wirklichkeit Wohlstand für alle wahr gemacht hat. Vom englischen Liberalen Adam Smith bis zum Amartya Sen, dem Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften von 1998.
Zu finden ist in diesem Buch auch eine Zusammenfassung von J. M. Keynes "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936). Die Zusammenfassungen sind das Resultat einer Kooperation der Financial Times Deutschland, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und get abstract.

Die Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht das Buch als Band 611 ihrer Schriftenreihe.

 

Makroökonomik und neue Makroökonomik, von Bernhard Felderer, Stefan Homburg

Kurzbeschreibung: Das Buch kann als ein Standardwerk bezeichnet werden. Anlass für seinen Aufbau gab die Vielzahl konkurrierender Theorien auf dem Felde der Makroökonomik; deshalb unterscheidet sich das Buch von den gängigen Darstellungen durch seine doktrinenbezogene Orientierung. Dabei kann zugleich ein Großteil der makroökonomischen Methodik abgehandelt werden, und auch wirtschaftspolitische Fragen bekommen ihren Raum. Nach Vermittlung von Grundlagen wird der Leser schrittweise mit der Klassisch-Neoklassischen und der Keynesianischen Theorie bekannt gemacht. Anschließend werden die Portfoliotheorie, der Monetarismus sowie die Theorie der Rationalen Erwartungen abgehandelt. Die ebenfalls ausführliche Darstellung der Neokeynesianischen Theorie beschließt den Hauptteil des Buches. Ein mathematischer Anhang vermittelt jene mathematischen Kenntnisse, die für ein Verständnis makroökonomischer Modelle unabdingbar sind und dient zur Verminderung der Anforderungen im Text selbst.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.


 

Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie

Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Euro, Europäischer Stabilitätspakt, Globalisierung, Inflation, Investitionen, Nachfragepolitik, Preise, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.