Konjunkturzyklus

Grafik: Konjunkturzyklen in Deutschland Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Wellenbewegungen: Einem Konjunkturaufschwung mit steigenden Wachstumsraten der wirtschaftlichen Leistung und zunehmender Beschäftigung folgt eine Konjunkturabschwächung mit geringeren Wachstumsraten oder sogar sinkender Produktion sowie stagnierender oder rückläufiger Beschäftigung.

Ein Konjunkturzyklus gibt den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen zwei aufeinanderfolgenden konjunkturellen Hochpunkten wieder. Er ist charakterisiert durch die Zeit zwischen zwei konjunkturellen Hochpunkten (Zykluslänge), durch den Abstand zwischen dem höchsten Punkt (Boom) und dem tiefsten Punkt (Rezession) der Entwicklung und die durch Dauer des Konjunkturaufschwungs und -abschwungs. Um die jeweilige Lage der Wirtschaft im Konjunkturzyklus zu beurteilen, nutzen die Experten so genannte Konjunkturindikatoren:

Frühindikatoren, wie die Entwicklung von Auftragseingängen und -beständen, laufen der eigentlichen konjunkturellen Entwicklung voraus. Präsenzindikatoren, wie der Auslastungsgrad des Kapitalstocks und die Entwicklung der Arbeitslosenquote, beschreiben die aktuelle Konjunkturlage. Spätindikatoren, wie z.B. die Verbraucherpreise, reagieren mit einer gewissen Zeitverzögerung. (Gg)



Weiterführende Informationen:

Konjunktur - Kaum Wolken am Himmel, Institut der deutschen Wirtschaft, iwd Mai 2007


Die deutsche Wirtschaft bleibt vorerst auf Expansionskurs. Nach der aktuellen IW-Konjunkturumfrage rechnet das Gros der Unternehmen nicht nur für das laufende Jahr mit einer weiter steigenden Produktion, 70 Prozent gehen auch von einem anhaltenden Aufschwung im Jahr 2008 aus. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) prognostiziert vor diesem Hintergrund für 2007 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,5 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte das Plus 2,2 Prozent betragen.

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