Niedriglohnland

Niedriglohnländer - darauf deutet der Name hin - zeichnen sich durch ein unterdurchschnittliches Lohnniveau aus bei gleichzeitig gut bis sehr gut qualifizierten Arbeitnehmern. Dadurch bieten sie hohe Einsparpotenziale für Unternehmen, z.B. aus Deutschland.

Beispiel: Während ein Software-Entwickler hierzulande monatlich rund 4.000 Euro verdient, beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen in Lettland lediglich 850 Euro, in Indien sogar nur 450 Euro (Stand: 2004).

Geld ist allerdings nicht alles. Denn auch sprachliche und kulturelle Unterschiede spielen für Unternehmen, die Betriebsstätten ins Ausland verlagern, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ferner ist regelmäßig die Infrastruktur in Niedriglohnländern deutlich schlechter ausgebaut als in Deutschland.

 

Weiterführende Informationen:

Offshoring – Wie viele Jobs gehen ins Ausland? Auslandsinvestitionen, Produktionsverlagerungen" von Christof Römer

Kurzbeschreibung: Produktionsverlagerungen, Auslandsinvestitionen, Offshoring, Nearshoring, Inshoring, Outsourcing. Zahlreiche Begriffe werden für das Verlagern oder Auslagern von Unternehmensprozessen verwendet. Der Beitritt von zehn neuen EU-Mitgliedsländern zu Beginn des Jahres 2004 hat die Befürchtungen weiterer Verlagerungen deutscher Produktionsstandorte noch verstärkt. Doch ist das Ausmaß der Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen in den zehn mittel- und osteuropäischen Ländern tatsächlich sehr hoch? Wie viele Arbeitsplätze werden aus Kostengründen verlagert, ist das "Offshoring" einer der wesentlichen Gründe für die hohe deutsche Arbeitslosigkeit? Eine ausführliche empirischen Bestandsaufnahme rückt die in der Öffentlichkeit durch ein starkes Medienecho geformten Perspektiven zurecht und weist nach, dass trotz des drastischen Anstiegs der deutschen Investitionen in aller Welt nicht von einer "Flucht aus Deutschland" gesprochen werden kann.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.

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