Personalzusatzkosten / Lohnnebenkosten

Grafik: Personalzusatzkosten 2004 Zu den Personalzusatzkosten zählen alle Aufwendungen der Arbeitgeber für die Mitarbeiter, sofern diese Aufwendungen nicht im direkten Zusammenhang mit der tatsächlich geleisteten Arbeit stehen. Deshalb werden die Personalzusatzkosten auch "der zweite Lohn" genannt.

Die Zusatzkosten gliedern sich nach der amtlichen Arbeitskostenstatistik in vier Positionen. Dabei sind die Vergütung arbeitsfreier Tage (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, an Feiertagen und während des Urlaubs gezahltes Gehalt) und die Sonderzahlungen (beispielsweise Vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld, zusätzliches Urlaubsgeld, Leistungsprämien) im Jahresverdienst enthalten. Obendrauf kommen noch die Aufwendungen für Vorsorgeeinrichtungen (Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung einschließlich Unfallversicherung, betriebliche Altersvorsorge) und die sonstigen Personalzusatzkosten (Abfindungen, Kosten der Aus- und Weiterbildung, Aufwendungen für betriebliche Einrichtungen wie Kantinen oder Kindergärten etc.).



Das Pendant zu den Personalzusatzkosten ist die rechnerische Größe "Entgelt für geleistete Arbeit", also das so genannte Direktentgelt oder auch "der erste Lohn". Bezieht man die Personalzusatzkosten auf das Direktentgelt, erhält man die Personalzusatzkostenquote. Sie betrug im Jahr 2004 in der westdeutschen Industrie 77,7 Prozent. Mit anderen Worten: Auf jeden Euro, den ein Arbeitnehmer an Lohn für tatsächlich geleistete Arbeit erhielt, mussten die Unternehmen noch einmal fast 78 Cent für soziale Extras drauflegen. (Sch)

 

Weiterführende Informationen:


Die Arbeitskosten der deutschen Wirtschaft, von Christoph Schröder

Auf das, was jeder Arbeitnehmer auf seinem monatlichen Gehaltszettel brutto vorfindet, legt der Arbeitgeber noch einmal rund 30 Prozent drauf – für Sozialversicherungsbeiträge, die betriebliche Altersvorsorge und sonstige Posten. Allein ein gutes Viertel der Arbeitskosten wird durch gesetzliche Vorgaben festgezurrt.
Das Statistische Bundesamt hat seine Arbeitskostenstatistik umgestellt. Es weist neuerdings unter dem Begriff Lohnnebenkosten all jene Zahlungen der Unternehmen aus, die nicht zum eigentlichen Bruttojahresverdienst zählen – also dem, was beim Arbeitnehmer letztlich auf der Gehaltsabrechnung steht.

IW-Trends 2/2007


Personalzusatzkosten - das unsichtbare zweite Gehalt, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, iwd Mai 2006

Die Personalzusatzkosten haben 2005 ein neues Rekordniveau erklommen. In Westdeutschland mussten die Industrieunternehmen auf das direkte Arbeitsentgelt eines jeden Vollzeitbeschäftigten noch einmal fast 22.000 Euro obendrauf legen. Ostdeutschland bewahrte sich seinen diesbezüglichen Standortvorteil mit Extrakosten von 13.500 Euro pro Kopf.

Lohnzusatzkosten umfassen all jene Personalaufwendungen, die sich nicht unmittelbar auf die tatsächlich geleistete Arbeit beziehen. Sie werden vom Statistischen Bundesamt im Abstand von vier Jahren erhoben; zuletzt wurden sie für das Jahr 2000 veröffentlicht. Zwischendurch schreibt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Personalzusatzkosten fort.

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Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Euro, Europäischer Stabilitätspakt, Globalisierung, Inflation, Investitionen, Personalzusatzkosten, Preise, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.