Rentenberechnung
Der individuelle Rentenanspruch berechnet sich aus persönlichen Entgeltpunkten und aktuellem Rentenwert. Zum Verrentungszeitpunkt werden zunächst die individuellen Beitragszeiten ermittelt und je Versicherungsjahr Entgeltpunkte bestimmt. Ein Durchschnittsverdiener erhält für eine ununterbrochene Beitragszahlung einen Entgeltpunkt pro Jahr. Wer nur Teilzeit arbeitet oderüberdurchschnittlich verdient, erhält im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst weniger oder mehr Entgeltpunkte pro Jahr.
Gewichtet wird die Summe der Entgeltpunkte mir dem Zugangsfaktor. Der beträgt bei einem regulären Rentenzugang mit 65 Jahren 1,0 und mindert sich bei einer vorgezogenen Rente um 0,003 je Monat vorzeitig bezogenem Altersruhegeld. Anschließend wird die Summe der gewichteten Entgeltpunkte mit dem Rentenfaktor multipliziert, er beträgt für die Altersrente grundsätzlich 1,0.
Ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren (Eckrentner) kommt entsprechend mit Erreichen der Altersgrenze auf 45 Entgeltpunkte. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert von derzeit 26,13 Euro für Westdeutschland (22,97 Euro für die neuen Bundesländer) ergibt sich eine monatliche Rente eines Eckrentners von 1.175,85 Euro (West) respektive 1.033,65 Euro (Ost).
Die jährliche Rentenanpassung erfolgt über den aktuellen Rentenwert, die persönlichen Zugangsfaktoren bleiben von der Dynamisierung unberührt. Wegen der schwachen Entwicklung der Durchschnittsentgelte und der Anwendung der "Renten-" und "Nachhaltigkeits-"Faktoren kam es zum 1. Juli 2004, 2005 und 2006 zu keiner Rentenerhöhung. Mitte 2007 werden die Renten wieder um 0,54 Prozent angehoben. (Pi)
Weiterführende Informationen:
Der Weg zur Rente, von Joachim Fox, Frank Wolsiffer, Brigitte Bürger
Kurzbeschreibung: Geht es um die Rente, herrscht so viel Unsicherheit wie nie: Wie weit wird das durchschnittliche Rentenniveau noch sinken? Wie viel Geld werden Rentner in spe für die Erhaltung ihres Lebensstandards brauchen und wird die gesetzliche Rente diesen Bedarf abdecken können? Wie sieht die finanzielle Lage bei einer Erwerbsminderung aus? Reicht die Rente im Todesfall für die Hinterbliebenen? Antworten auf diese und andere wichtige Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung gibt der Ratgeber "Der Weg zur Rente" der Verbraucherzentralen: Der Wegweiser zur aktuellen Rechtslage zum Thema Rente zeigt, wie durch gute Vorarbeit die Rente rechtzeitig und in der richtigen Höhe gesichert werden kann und worauf geachtet werden sollte, damit Rentner am Ende nicht alt aussehen, weil Ebbe in der privaten Rentenkasse herrscht. Das Buch informiert zudem, welche Anspruchsvoraussetzungen für einzelne Renten erfüllt sein müssen, welche rentenrechtlichen Zeiten wie Beitragszeiten, Kinder- und Pflegeversicherung szeiten oder Ersatzzeiten von Bedeutung sind und welche Mittel und Wege zur Verfügung stehen, um sich gegen die Ablehnung von Leistungen zur Wehr zu setzen. Auch wer wissen will, wie ein Rentenverfahren eingeleitet wird oder was zu tun ist, wenn mit dem Rentenbescheid etwas nicht in Ordnung ist, hat einen nützlichen Leitfaden an der Hand.
Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.
Die Riester-Rente. Stiftung Warentest
Kurzbeschreibung: Die Rente aus der staatlichen Rentenversicherung wird für den Einzelnen nur in den seltensten Fällen ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Auch die Riester-Rente wird an dieser Tatsache nichts grundlegend ändern. In vielen Fällen sind die vermeintlichen Super-Modelle auch nur Mogelpackungen, in die man viel einzahlt, am Ende aber wenig dafür bekommt.
Dieser Finanztest-Ratgeber untersucht detailliert, welche Anlageformen sich individuell am besten für die jeweilige Lebenssituation eignen und wie man alle Möglichkeiten wirklich ausschöpft. Besonders wichtig: Zahlreiche Tests bewerten, welche Produkte für die Riester-Rente wirklich günstig und nützlich sind.
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