Rezession
Für den Begriff Rezession gibt es keine einheitliche Definition. Weit verbreitet ist die Beschreibung einer Rezession auf Basis der Veränderung des realen Bruttonationaleinkommens (BNE) bzw. Bruttoinlandsprodukts (BIP). Eine Rezession liegt demnach dann vor, wenn die Wachstumsrate in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen - je im Vergleich zum Vorquartal - negativ ist.
In den USA wird der Begriff Rezession vom National Bureau of Economic Research (NBER) umfassender definiert. Nicht allein das Wachstum ist entscheidend, sondern zusätzlich eine Reihe weiterer Konjunkturdaten wie z.B. die Höhe der Arbeitslosigkeit.
Weiterführende Informationen:
Lambsdorff-Papier vom 9. September 1982: Konzept für eine Politik zur Überwindung der Wachstumsschwäche und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Als Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium schrieb Hans Tietmeyer, heute Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den ersten Entwurf eines Konzeptes für eine Politik zur Überwindung der Wachstumsschwäche und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, das Otto Graf Lambsdorff Bundeskanzler Helmut Schmidt vorlegte. Vieles aus den Vorschlägen zur Überwindung der damaligen Rezession ist auch heute noch aktuell. Lesen Sie hier den Wortlaut dieses Dokumentes, das als Wendepapier in die Geschichte einging. (Es wird aus Gründen der historischen Korrektheit in alter Rechtschreibung veröffentlicht.)
I.
Nach der Besserung wichtiger Rahmenbedingungen (Lohn- und Zinsentwicklung, Leistungsbilanz) und der leichten Aufwärtsbewegung der Produktion im ersten Quartal 1982 haben sich seit Ende des Frühjahrs die Wirtschaftslage und die Voraussetzungen für einen baldigen Aufschwung erneut verschlechtert
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Internationaler Währungsfonds - Neue Strategie gefragt, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, iwd April 2006
Die Erfahrungen aus den Finanz- und Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahre haben Rufe nach einer Neuorientierung des Internationalen Währungsfonds laut werden lassen. In der Diskussion stehen unter anderem geänderte Richtlinien für die Kreditvergabe, flexiblere Länderanalysen sowie eine Anpassung der Stimmrechte. Konkrete Beschlüsse sind aber zumindest auf der anstehenden Frühjahrstagung der Organisation wohl noch nicht zu erwarten.
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