Schattenwirtschaft

Unter Schattenwirtschaft versteht man alle privatwirtschaftlichen Aktivitäten, für die keine oder nur teilweise Steuern entrichtet werden und die deshalb gar nicht oder nur teilweise in die Berechnung des Sozialprodukts einfließen. Schattenwirtschaft beschreibt damit also den Umstand, dass eigentlich zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zählende Transaktionen offiziell nicht erfasst werden können.

Die Formen der Schattenwirtschaft sind vielfältig: Selbstversorgung und Nachbarschaftshilfe zählen ebenso dazu wie Schwarzarbeit und wirtschaftlich kriminelle Handlungen. Der Anteil der Schattenwirtschaft liegt in Deutschland - je nach Schätzung - bei etwa fünf bis zehn Prozent des Bruttosozialprodukts.

 

Weiterführende Informationen:

Schwarzarbeit - Eine halbe Million legale Jobs verschenkt, Dominik H. Enste / Stefan Hardege, März 2007. Die Studie entstand im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSM

Rund 13 Millionen Deutsche haben sich 2006 schwarz etwas dazu verdient – in diesem Jahr werden es wohl noch einmal etwa 1 Prozent mehr sein. Akut ist das auf die Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen. Vor allem aber die Vielzahl der bürokratischen Vorgaben verleitet die Bundesbürger dazu, am Fiskus vorbeizuwerkeln. Würde der Vorschriftendschungel kräftig gelichtet, könnten bis zu 500.000 legale Arbeitsplätze in Deutschland entstehen, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ergeben hat.

IW-Trends 1/2007