Schwellenländer

Als Schwellenländer bezeichnet man Länder, die sich bei der Entwicklung ihrer Wirtschaft in einem Stadium zwischen Entwicklungs- und Industrieland befinden. Für die Einordnung eines Landes als Schwellenland gibt es keine allgemeingültigen Normen.

Dieser Entwicklungsprozess von agrarwirtschaftlichen hin zu vornehmlich industriellen Strukturen vollzieht sich häufig nicht reibungslos: Er kann beispielsweise von politischen Unruhen begleitet sein, nicht zuletzt auf Grund sehr starker Gegensätze zwischen Arm und Reich. Dabei hinken soziale Entwicklungsindikatoren wie z.B. Lebenserwartung oder Säuglingssterblichkeit den wirtschaftlichen häufig hinterher.

Als Schwellenländer werden derzeit China, die Staaten des ehemaligen Ostblocks, Brasilien sowie einige weitere südamerikanische Staaten eingestuft. Als Schwellenländer gelten weiterhin die Republik Südafrika, Mexiko, Malaysia, Singapur und Südkorea.

 

Weiterführende Informationen:

Auslandskonjunktur - Sie läuft und läuft, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Januar 2007

Die globale Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr mit unverändert hohem Tempo wachsen. Vor allem in Asien florieren die Märkte. Dagegen könnte die Drehzahl in der Eurozone und den USA geringfügig sinken.

Die Konjunktur rund um den Globus erinnert derzeit an den guten alten VW Käfer: Sie läuft und läuft und läuft. So wurden 2006 weltweit schätzungsweise 5 Prozent mehr Waren und Dienstleis­tungen produziert als im Jahr zuvor. Für 2007 rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit einem erneuten Anstieg der realen Weltwirtschaftsleis­tung um knapp 5 Prozent. Auch der Warenhandel dürfte weiter brummen.
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Dass die Weltwirtschaft seit Langem mit hohem Tempo wächst, hat viele Gründe. Eine Reihe von Ländern, darunter vor allem die EU-Staaten, hat zuletzt wettbewerbsfeindliche Regulierungen gestrichen. Seither bremst der gestiegene Konkurrenzdruck weltweit die Inflation. Mindestens genauso wichtig ist der Aufwärtstrend in China, Indien sowie den mittel- und osteuropäischen Staaten. Diese Schwellenländer beflügeln mit ihren günstigen Warenangeboten die Nachfrage aus dem Westen.

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