Soziale Marktwirtschaft

Der Begriff Soziale Marktwirtschaft beschreibt die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Grundelement ist die Verbindung "des Prinzips der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs".

Die Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft wurde für den Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg als Alternative zu einer staatlich gelenkten Wirtschaftentwickelt. Ihre politische Durchsetzung in den Jahren 1947 bis 1949 ist mit den Namen Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack verbunden. Müller-Armack hat auch den Begriff "Soziale Marktwirtschaft" geprägt.

Kernidee der Sozialen Marktwirtschaft ist es, dass eine funktionierende Wirtschaftsordnung nicht von selbst entsteht, sondern vom Staat geschaffen und gepflegt werden muss. Die wichtigsten Element ein der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft:

Privateigentum an Produktionsmitteln und freie Preisbildung Herstellung einer Wettbewerbsordnung und Sicherung des Wettbewerbs (z.B. durch das Kartellgesetz, Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb), bewusste Konjunktur- und Wachstumspolitik, Sicherung der Vollbeschäftigung Außenhandelsfreiheit, freier Währungsaustausch, Politik des stabilen Geldwertes (u.a. durch unabhängige Notenbank), Soziale Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und sozialer Fortschritt (durch staatliche Umverteilungsmaßnahmen in Form von Sozialhilfeleistungen, Sozialrenten und Ausgleichszahlungen, Subventionen, Zuschüssen, progressiver Einkommensteuer usw.; durch die Systeme der Sozialen Sicherung: Renten-, Kranken- Arbeitslosen und Pflegeversicherung, Unfallversicherung; durch eine Arbeits- und Sozialordnung)Die Soziale Marktwirtschaft ist kein abgeschlossenes, sondern ein offenes System. Sie kann und muss bei neuen Wertvorstellungen und Erkenntnissen überprüft und verbessert werden. (Lb)

 

Weiterführende Informationen:

Wachstumsmotor Soziale Marktwirtschaft - die Legende vom deutschen Wirtschaftswunder, Hintergrundtext auf www.insm.de

Die Anfangszeiten der Sozialen Marktwirtschaft nach dem Krieg waren alles andere als rosig: 10 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos. Grundnahrungsmittel zunächst noch auf Bezugsschein. Wuchernder Schwarzmarkt. Hohe Steuern für Unternehmen. Und Alliierte, die bürokratisch in alles hineinregierten. Hätte jemand den Westdeutschen 1948 erzählt, dass in der Bundesrepublik bereits 1961 Vollbeschäftigung herrschen und dass Bundesbürger zu Tausenden im eigenen Käfer in den Italien-Urlaub fahren würden, er wäre damals nicht nur bei den anderthalb Millionen Arbeitslosen in der Bundesrepublik auf Hohn und Spott gestoßen.

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Wohlstand für alle. ( Jubiläumsausgabe) von Ludwig Erhard

Kurzbeschreibung: Der Meister der Wirtschaftspolitik Ludwig Erhard, der "Dicke mit der Zigarre", wurde zum Markenzeichen für das deutsche Wirtschaftswunder in den fünfziger Jahren. Seine Thesen schufen die Basis für den Aufschwung und erreichten zugleich den Status fundamentaler Prinzipien, die gerade heute wieder verblüffende Aktualität aufweisen. Mit Mut und Entschlossenheit setzte er das Experiment soziale Marktwirtschaft in Gang, das eine bis heute beispiellose Dynamik entfaltete. Wohlstand für alle erschien erstmals 1957 und wurde der erste große Bestseller für Econ.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.



Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Schnupperkurs in Sachen Ökonomie

Kurzbeschreibung: Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft", eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt. Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Behandelt werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks. Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen - vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen. Allgemeinverständlich erklärt werden auch Begriffe wie Angebotspolitik, Bruttoinlandsprodukt, Euro, Europäischer Stabilitätspakt, Globalisierung, Inflation, Investitionen, Marktwirtschaft, Preise, Produktivität, Subventionen.

Die Broschüre ist unter anderem hier zu beziehen.