Technischer Fortschritt

Grafik: Technischer Fortschritt Das Wirtschaftswachstum und der Wohlstand einer modernen Gesellschaft hängen heute immer mehr vom Wissen ab - Wissen, das in technischen Fortschritt umgesetzt wird. Dabei geht es zum einendarum, die Qualität der Produkte zu verbessern oder neue Güter herzustellen (Produktinnovation). Zum anderen kann technischer Fortschritt den Produktionsprozess verbessern, ihn zum Bespieleffizienter, sprich ressourcensparender und damit umweltschonender machen (Prozessinnovation).

Technischer Fortschritt ist somit eine wichtige Voraussetzung für Innovationen, also für komplexe Neuerungen, die nicht nur die Wirtschaft selbst, sondern auch das gesellschaftliche Lebenverändern. So hat zum Beispiel die Wirkungskette "Wissen, technischer Fortschritt, Innovation" das Automobil hervorgebracht - und damit de facto unsere Mobilität, unsere Art zu reisen undletztlich auch unsere Art zu leben gravierend verändert. Alle Arten des technischen Fortschritts tragen wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass zum Beispiel eine Erfindung (Invention) auch wirtschaftlich verwertet (Innovation) und am Markt abgesetzt wird (Diffusion). Dazu sind Investitionennötig. Kritiker des technischen Fortschritts verweisen oft auf dessen angeblich negative Folgen, vor allem für die Beschäftigung. Durch den Zuwachs an Produktivität, so dasArgument, könne die gleiche Produktmenge mit weniger Arbeit hergestellt werden. Dieser Effekt wird häufig als Beweis dafür aufgeführt, dass die moderne Technik mehrArbeitsplätze vernichte als schaffe - und dass den Industriegesellschaften damit langsam "die Arbeit ausgeht".

Zwar macht technischer Fortschritt so manchen Arbeitsplatz überflüssig. Doch dabei handelt es sich in aller Regel um Tätigkeiten, für die nur vergleichsweise einfacheQualifikationen nötig sind. Diese Tätigkeiten können Maschinen deshalb oft besser und kostengünstiger ausführen. Auf der anderen Seite aber entstehen durch den technischenFortschritt gleichzeitig neue Märkte: Die Produktion steigt und es werden neue, hochwertigere Arbeitsplätze geschaffen - denn die Maschinen, mit denen zum Beispiel das neue Produkthergestellt wird, müssen erst einmal hergestellt und dann auch bedient und gewartet werden. (Me)

 

Weiterführende Informationen:


Geschichte des Ingenieurs. Ein Beruf in sechs Jahrtausenden, von Walter Kaiser und Wolfgang König

Kurzbeschreibung:
Nahezu ungläubig betrachtet der Besucher antiker Stätten ausgeklügelte Städteplanung, groß angelegte Wasserversorgungssysteme, monumentale Bauwerke und steht beeindruckt vor Werkzeugen sowie Militärtechnik der Hochkulturen. Erstaunt realisiert er, wie groß das mathematisch-technische Wissen der Menschen war, die solche Leistungen hervorbrachten. Es waren die "Ingenieure" - erstmals seit dem Mittelalter so genannt -, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit stellten und im Laufe der Geschichte bis ins heutige Informationszeitalter immer wieder stellen. Dieses Buch führt uns von den frühen Hochkulturen über die Antike und das Mittelalter bis in die Neuzeit. Der Leser erfährt, wie sich der Ingenieurberuf in Deutschland, England, Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart entwickelt hat. Ingenieure und Ingenieurinnen von heute werden in die Vergangenheit entführt und erfahren, wie ihre professionellen Vorfahren dachten, handelten und Probleme lösten. Dabei wird auch die Stellung der Ingenieure in der Gesellschaft beleuchtet: Welche Wertschätzung wurde dem Ingenieurberuf entgegengebracht? Wie empfanden die Ingenieure selbst ihre soziale Positionierung?

Über die Autoren: Walter Kaiser ist Professor für Geschichte der Technik an der RWTH und Vorsitzender des Bereichs Technikgeschichte beim Verein Deutscher Ingenieure. Seine Forschungen beziehen sich vor allem auf die Zeitgeschichte der Technik. Wolfgang König ist Herausgeber der fünfbändigen Propyläen-Technikgeschichte. Er hat die Professur für Technikgeschichte an der Technischen Universität Berlin inne. Seine weiteren Publikationen befassen sich mit der Technikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.

Steve Jobs und die Erfolgsgeschichte von Apple, von Jeffrey Young, William L. Simon

Kurzbeschreibung:
Steve Jobs ist für die Apple-Gemeinde ein Visionär und Guru, für seine Gegner ein unberechenbarer Egomane. Er revolutionierte zunächst den Computermarkt und setzte den äußerlich wenig attraktiven Kisten den Apple entgegen, der aus einem Gebrauchsgegenstand ein Kultobjekt machte. Danach gelang es ihm, mit computeranimierten Filmen wie "Toy Story" oder "Findet Nemo!" die Herzen der Zuschauer im Sturm zu erobern. Sogar die ehrwürdige Academy of Motion Picture Arts and Sciences konnte sich ihrem Zauber nicht entziehen: Sie zeichnete Pixar mit zwölf Oscars aus. Und nun widmete er sich der Musikindustrie: Er eroberte mit iPod und iTunes die Branche und begeisterte die Fans. Man darf gespannt sein, was Steve Jobs als Nächstes aus dem Hut zaubert. Detailliert beschreiben die Autoren seinen kometenhaften Aufstieg vom High-School-Außenseiter und Elektronik-Freak zum Prototypen des digitalen Wunderkindes. Gleichzeitig geben sie Einblicke in das unbekannte und private Leben des Steve Jobs und zeigen faszinierende Seiten dieses charismatischen Mannes.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.


Der göttliche Ingenieur. Die Evolution der Technik, von Jacques Neirynck und Holger M. Hinkel

Kurzbeschreibung:
Wie vollzieht sich technischer Fortschritt? Woher kommt er? Wohin führt er? Warum taucht er an gewissen Orten und zu gewissen Zeiten geradezu zwangsläufig auf? Können wir den technischen Fortschritt beeinflussen? Um diese Fragen zu beantworten, untersucht der Autor die Geschichte der Technik im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen.

Zu beziehen ist dieses Buch unter anderem hier.